Nach dem Auswärtssieg in Greiz wollten die Nemzer einen weiteren Dreier gegen Kraftsdorf im Heimspiel erkämpfen. Das gelang leider nicht. Der Gast begann stark und hatte auch Torgelegenheiten. Ein Direktschuss ging nur knapp am Tor  vorbei, einen Schuss aus 15m konnte Schmidt halten und nach einem Freistoß von links musste er auch eingreifen. Nach etwa 10 Minuten konnten sich die Nemzer etwas frei machen und kamen zu einigen Schussgelegenheiten. Aber sowohl Kutschbach als auch Schlenzig und Bergner hatten mit ihren Schüssen keinen Erfolg (7./9./14.). In der Folgezeit entwickelte sich ein verteiltes schnelles Spiel ohne zwingende Torchancen.

Einen Freistoß von Kutschbach lenkte der Kraftsdorfer Torwart nur mit Mühe zur Ecke, nach schönem Zuspiel kam Schlenzig zu einer Torgelegenheit und ein weiterer Freistoß von Kutschbach blieb ebenfalls ohne Erfolg. Kraftsdorf strahlte besondere Gefahr bei Eckbällen aus und nach einem groben Abwehrfehler des Gastgebers klärte Schmidt gegen den allein auf ihn zulaufenden Kraftsdorfer Stürmer sehr gut. Mit einem leistungsgerechten Unentschieden ging es zur Halbzeitpause. Die zweite Hälfte begann mit einem Paukenschlag, denn Liebetrau nutzte nach einem Eckball eine Abwehrschwäche der Nemzer aus Nahdistanz zum 0:1 in der 49.Minute. Der Gastgeber erhöhte nun seine Anstrengungen, um zum Ausgleich zu gelangen. Allerdings unterbrachen viele Fehlabspiele immer wieder den Spielfluss. Trotzdem kam man zu Torchancen. Schlenzig verzog aus der Drehung nur knapp, Bergners abgefälschter Schuss wurde vom Kraftsdorfer Schussmann sehr gut gehalten und zahlreiche Freistöße aus aussichtsreichen Positionen wurden unkonzentriert vergeben (61./75./76./80.). Nöbdenitz hatte nun mehr vom Spiel, aber die Kraftsdorfer Hintermannschaft stand sicher. Große Torchancen blieben so Mangelware. Die 86. Minute brachte aber dann doch den hochverdienten Ausgleich, als Bergner nach Freistoß am höchsten sprang und per Kopf ins Netz traf.


(Foto: Thomas Hußner)

Die Nemzer hatten damit ein verdientes Remis in einem gutklassigen Kreisoberligapunktspiel erreicht. Spielerisch blieben zwar noch einige Wünsche offen, aber in kämpferischer Hinsicht hatte man sich erheblich gesteigert. Wenn die durchaus vorhandenen spielerischen Mittel in den nächsten Spielen wieder abgerufen werden, dürfte der Erfolg nicht ausbleiben. Schiedsrichter Scharnowski war mit seinen Assistenten Kriegel und Pabst dem Spiel ein guter Leiter, hatte aber mit der ruppigen Gangart der Gäste hin und wieder Probleme.

Jürgen Hübner
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